#1 Newsletter 2 von Detektei RLP 05.03.2017 07:50

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Liebe Gäste, hier ist unser 2. Newsletter.
Viel Spaß beim Lesen!
Viele Grüße,
Detektivforum Geheimzentrale

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Detektei RLP hat ein Weihnachtsgewinnspiel veranstaltet.
Die Teilnehmer mussten Geschichten erfinden.
Die Gewinnergeschichte kam von Heidi D.:
Tod auf vier Rädern
Die Spurensicherung konnte den Wagen schnell ausfindig machen. Obwohl der Unfall erst gestern Nacht passierte, dem Polizeiarzt zufolge gegen halb zwölf. Normalerweise dauert das viel länger. Kommissar Jörg Müller und Hauptkommissar Bernd Schmidt standen am frühen Morgen vor dem Haus des Fahrzeughalters und waren im Begriff, die Befragung durchzuführen.

Was war passiert? Das Mädchen fuhr mit dem Motorroller Richtung Innenstadt, als sie von einem abbiegenden Auto geschnitten wurde. Der Motorroller prallte aus voller Fahrt gegen einen Laternenmast. Das Mädchen hätte nicht sterben müssen, wenn der Unfallverursacher sofort den Notarzt verständigt hätte. Er floh jedoch.

Am Roller fanden sich zwar keine Lackspuren vom Auto, dafür aber, umso besser, wurde ein verchromter Türgriff vom Unfallwagen gefunden, der beim Aufprall abgerissen wurde. Er gehört zu einem MG Cabrio und zwar zu einem Modell, von dem im Großraum nur ein einziges Exemplar gemeldet ist. Deshalb konnte der Fahrzeughalter auch so schnell gefunden werden.

Die Beamten standen nun im Wohnzimmer der kompletten Familie Meyer gegenüber: Ilse Meyer, 57 Jahre alt, knapp 1,60 Meter groß, stämmig, teilweise ergraut, auf resolute Weise attraktiv; ihr ältester Sohn René, 21 Jahre, kaum größer als seine Mutter, mit klassischen Fußballer-O-Beinen; und Jan, der jüngste Sohn, ein hagerer Schlacks, 19 Jahre alt, der die beiden Polizisten um einen Kopf überragte und ein ernsthaftes Akne-Problem hatte.

Ilse Meyer bestätigte, dass sie einen 1993er MG RV8 besitzt. Es ist der Wagen ihres verstorbenen Mannes, der englische Autos liebte, auch wenn es nicht gerade sparsam sei, dafür aber wie eine Eins fahre.

Auf die Frage, wer denn gestern am späten Abend den Wagen bewegt hatte, schüttelten alle drei den Kopf. Aber wie haben die drei denn den Abend verbracht? Ilse Meyer meinte, sie sei zu Hause gewesen und habe ferngesehen. René will im Kino gewesen sein und habe sich mit zwei Freunden den neuen Horrorfilm angesehen. Und er sei mit einem Kumpel mitgefahren, der ihn abgeholt habe. Zurück sei er dann per Anhalter gekommen. Der jüngste Sohn der Familie sei im Pulsar gewesen, in einer Großraumdisco im Industriegebiet. Und er sei die drei Kilometer mit dem Rad hingefahren.

Danach wollte der Hauptkommissar Bernd Schmidt den Wagen sehen, der in der Garage stand. Das Cabrio war dunkelgrün, in der rechten Tür prangte eine große Delle und der Türgriff fehlte. Linksgelenkt? Diese Autos sind selten. Der Hauptkommissar setzte sich hinein, fuhr den Sitz nach vorn und umfasste mit Kennermiene das Lederlenkrad. Ihm war klar, dass einer von den dreien in Zukunft nicht mehr mit diesem schönen Wagen fahren wird. Denn er wird einen der dreien wegen Fahrerflucht und unterlassener Hilfeleistung verhaften.
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Dieser Newsletter wurde im Detektivforum Geheimzentrale veröffentlicht.

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